Wie können wir trotz Demenz zusammenbleiben?

Online-Vortrag mit anschließendem Austausch

Im Rahmen der Woche der Demenz 2026

Wenn ein Mensch an Demenz erkrankt, verändert sich das gemeinsame Leben.

Viele Paare und Familien fragen sich:

Wie lange können wir noch zusammen wohnen? Wie kann der pflegende Angehörige entlastet werden? Und wie bleibt das Leben trotz zunehmenden Unterstützungsbedarfs bezahlbar?

Aus genau diesen Fragen ist GemeinsamBleiben entstanden.

Zwei Termine – gleicher Inhalt

Weil der Alltag pflegender Angehöriger oft schwer planbar ist, bieten wir zwei unterschiedliche Termine zur Auswahl an.

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Eine Wohnidee, die aus dem Alltag entstanden ist

Den Anstoß zu GemeinsamBleiben gab Peter Haupt. Als pflegender Angehöriger kennt er die Herausforderungen des Alltags aus eigener Erfahrung.

Er stellte die Frage, welche Wohnform Menschen mit Demenz und ihren Partnerinnen oder Partnern wirklich helfen könnte.

Gemeinsam mit Joachim Böhm, Projektentwickler für gemeinschaftliche Wohnprojekte, wurde daraus das Konzept GemeinsamBleiben.

Es geht darum, eine Wohnform zu schaffen, die sich an den tatsächlichen Bedürfnissen der Menschen orientiert – und nicht daran, welche Leistungen ein professioneller Anbieter verkaufen kann.

Gemeinsam wohnen – und trotzdem die eigene Wohnung haben

Bei GemeinsamBleiben leben Menschen mit Demenz weiterhin gemeinsam mit ihrem Partner oder ihrer Partnerin in einer eigenen Wohnung.

Mehrere Paare wohnen in guter Nachbarschaft zusammen. So entsteht Gemeinschaft, ohne die eigene Privatsphäre aufzugeben.

Dabei können schon kleine Dinge im Alltag eine große Entlastung sein:

„Ich muss heute zum Zahnarzt. Kannst du in dieser Zeit ein wenig nach meinem Mann sehen?“

Man kennt sich, achtet aufeinander und kann sich gegenseitig unterstützen.

Die Gemeinschaft ersetzt keine professionelle Pflege. Sie kann aber Sicherheit geben, Einsamkeit verringern und pflegende Angehörige entlasten.

Wohnen soll bezahlbar bleiben

GemeinsamBleiben ist zunächst ein Wohnprojekt – kein Pflegeheim und kein Betreuungsangebot eines professionellen Betreibers.

Pflege, Betreuung und andere Hilfen werden dann organisiert, wenn sie tatsächlich benötigt werden.

Damit sollen Menschen nicht gezwungen sein, ein umfangreiches Gesamtpaket aus Wohnen, Betreuung und Pflege zu finanzieren, nur weil ein Partner an Demenz erkrankt ist.

Darüber sprechen wir im Vortrag

Wir stellen das Konzept GemeinsamBleiben vor und beschäftigen uns unter anderem mit diesen Fragen:

  • Wie können Paare trotz Demenz möglichst lange zusammenbleiben?
  • Wie kann Gemeinschaft pflegende Angehörige im Alltag entlasten?
  • Wie funktioniert GemeinsamBleiben konkret?
  • Wie lassen sich Pflege und Unterstützung organisieren?
  • Wie kann Wohnen auch bei zunehmendem Unterstützungsbedarf bezahlbar bleiben?
  • Was braucht es, damit solche Wohnprojekte vor Ort entstehen können?

Peter Haupt berichtet als Mitinitiator und pflegender Angehöriger aus seiner persönlichen Erfahrung.

Joachim Böhm stellt das Wohn- und Projektkonzept vor und zeigt, wie daraus gemeinsam mit Betroffenen, Kommunen, Wohnungsunternehmen und weiteren Partnern konkrete Projekte entstehen können.

Anschließend ist Zeit für Fragen und einen offenen Austausch.

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