GemeinsamBleiben – Wohnmodell für Paare mit Demenz

Ein Wohnmodell für Demenz in Kommunen schafft neue Möglichkeiten

GemeinsamBleiben ist ein umsetzbarer Ansatz für eine Wohnform zwischen Zuhause und Pflegeheim.
Die Kommune erhält mit der Machbarkeitsprüfung eine klare Entscheidungsgrundlage – ohne Verpflichtung zur Umsetzung.

Warum ein Wohnmodell für Demenz in Kommunen entlastet

Viele Kommunen stehen vor derselben Entwicklung:

  • steigende Zahl von Menschen mit Demenz
  • zunehmende Überlastung pflegender Angehöriger
  • begrenzte und kostenintensive stationäre Pflegeplätze
  • fehlende Angebote zwischen eigener Wohnung und Pflegeheim

Ohne zusätzliche Angebote entstehen höhere Folgekosten und Versorgungsengpässe.

GemeinsamBleiben setzt genau an dieser Stelle an.

Das Konzept in Kürze

GemeinsamBleiben ist eine organisierte Wohnform für Paare, bei denen ein Partner an Demenz erkrankt ist.

  • Wohnen und Pflege sind klar getrennt organisiert
  • Bewohner leben in einer genossenschaftlich getragenen Struktur
  • Pflegeleistungen erfolgen durch vorhandene Anbieter vor Ort
  • Die Kommune übernimmt keine Betreiberrolle

Das Modell ergänzt bestehende Angebote und lässt sich in vorhandene Strukturen integrieren.

Was das für die Kommune bedeutet

Das Modell kann:

  • Heimaufnahmen verzögern und damit Kosten verschieben oder reduzieren
  • pflegende Angehörige stabilisieren
  • Krankenhausaufenthalte vermeiden
  • bestehende Angebote sinnvoll ergänzen

Es entsteht ein zusätzlicher Versorgungsbaustein – ohne neue kommunale Betriebsverpflichtungen.

Voraussetzung für ein Projekt

Ein Projekt wird nur umgesetzt, wenn es vor Ort tragfähig ist.

Dazu gehören:

  • ausreichender Bedarf
  • vorhandene Pflege- und Unterstützungsangebote
  • geeigneter Standort (Bestand oder Grundstück)
  • politische Unterstützung
  • Bildung einer realen Interessentengruppe

Ohne diese Grundlage wird kein Projekt weiterverfolgt.

Machbarkeitsprüfung – der erste Schritt

Vor jeder Umsetzung steht eine strukturierte Machbarkeitsprüfung.

Sie klärt:

  • ob ausreichend Bedarf vor Ort besteht
  • ob sich eine tragfähige Interessentengruppe bildet
  • ob Standort und Struktur grundsätzlich umsetzbar sind
  • wie das Projekt in die bestehende Versorgung eingebunden werden kann

Ergebnis ist eine klare Empfehlung:

  • Umsetzung sinnvoll
  • Umsetzung nicht sinnvoll
  • Umsetzung unter bestimmten Bedingungen sinnvoll

Ein Projekt wird nur weitergeführt, wenn die Grundlage trägt.

Rolle der Kommune

Die Kommune ist Auftraggeber der Prüfung und Unterstützer im weiteren Verlauf.

Typische Beiträge:

  • Bereitstellung oder Prüfung von Standorten
  • Einbindung in bestehende Strukturen
  • politische Rückendeckung

Eine Betreiberverantwortung entsteht nicht.

Ansprechpartner können je nach Kommune z. B. Sozialdezernat, Wohnungsamt oder strategische Stadtentwicklung sein.

Umsetzungsweg

Nach einer positiven Machbarkeitsprüfung erfolgt die Umsetzung schrittweise:

  1. Aufbau einer Initiativgruppe
  2. Entwicklung der Trägerstruktur (Genossenschaft)
  3. Planung und Realisierung

Jeder Schritt ist überprüfbar und kann bei Bedarf gestoppt werden.

Wer wir sind

Wir entwickeln die Struktur des Modells und begleiten die frühen Projektphasen:

  • Durchführung der Machbarkeitsprüfung
  • Aufbau der Initiativgruppe
  • Einbindung relevanter Partner
  • Vorbereitung der Umsetzung

Wir übernehmen keine Betreiberfunktion.

Die konzeptionelle Arbeit erfolgt in Zusammenarbeit mit einer Pflegewissenschaftlerin, um fachliche Anforderungen frühzeitig zu berücksichtigen.

Nächster Schritt

Die Entscheidung für oder gegen ein Projekt beginnt mit der Machbarkeitsprüfung.

In einem kurzen Gespräch klären wir:

  • passt das Modell grundsätzlich zur Kommune?
  • ist eine Prüfung sinnvoll?

Termin für Erstgespräch vereinbaren

Diese Seite gehört zum Gesamtkonzept:
Gemeinsam wohnen trotz Demenz

Für Interessierte:
Initiative starten