So entsteht ein GemeinsamBleiben-Projekt

Schritt für Schritt von der ersten Prüfung bis zum Einzug

GemeinsamBleiben entsteht dort, wo Bedarf, Standort, Partner und Umsetzungsmöglichkeiten zusammenpassen.
Deshalb entwickeln wir jedes Projekt schrittweise. In jeder Phase wird geprüft, ob die Voraussetzungen für den nächsten Schritt vorhanden sind.
So entsteht aus dem Wohnmodell ein konkretes Projekt, das zu den Bedingungen vor Ort passt.

Phase 1 – Die Ausgangslage klären

Am Anfang steht die Frage:
Kann GemeinsamBleiben für diesen Ort eine passende Ergänzung der bestehenden Versorgung sein?
Der Impuls kann beispielsweise von einer Kommune, einem Wohnungsunternehmen, einem Pflegedienst oder einem anderen örtlichen Akteur ausgehen.


Gemeinsam betrachten wir:

  • den möglichen Bedarf,
  • die vorhandenen Pflege- und Unterstützungsangebote,
  • mögliche Partner,
  • geeignete Immobilien oder Grundstücke,
  • kommunale und politische Rahmenbedingungen.

Ergebnis dieser Phase: Eine erste Einschätzung, ob eine vertiefte Machbarkeitsprüfung sinnvoll ist.

Phase 2 – Machbarkeit prüfen

In der Machbarkeitsprüfung wird das Modell auf die konkreten Bedingungen vor Ort übertragen.

Untersucht werden insbesondere:

  • Bedarf und Zielgruppe,
  • vorhandene ambulante Angebote,
  • mögliche Standorte,
  • Partner aus Kommune, Wohnungswirtschaft und Pflege,
  • organisatorische Voraussetzungen,
  • wirtschaftliche Rahmenbedingungen,
  • mögliche Rechts- und Trägerstrukturen,
  • Einbindung in bestehende kommunale Angebote.

Am Ende steht eine klare Einschätzung:

Welche Voraussetzungen sind bereits vorhanden und was braucht es für eine Umsetzung?

Damit erhalten die Beteiligten eine belastbare Grundlage für die weitere Entscheidung.

Phase 3 – Standort und Partner zusammenbringen

Wenn die Voraussetzungen stimmen, beginnt die konkrete Projektentwicklung.

Jetzt werden die Akteure zusammengebracht, die für die Umsetzung gebraucht werden.

Das können zum Beispiel sein:

  • Kommune,
  • Wohnungsunternehmen oder anderer Immobilienträger,
  • ambulante Pflege- und Unterstützungsdienste,
  • soziale und gesundheitliche Partner,
  • weitere Fachpartner.

Parallel wird ein geeigneter Standort konkretisiert.

Ziel dieser Phase ist eine tragfähige Partnerschaft für die weitere Entwicklung.

Phase 4 – Das Projekt für den Standort entwickeln

Nun erhält GemeinsamBleiben seine konkrete Form.

Gemeinsam werden unter anderem geklärt:

  • Anzahl und Größe der Wohnungen,
  • Gemeinschaftsflächen,
  • Unterstützungsstruktur,
  • Organisation von Pflege und weiteren Hilfen,
  • professionelle Begleitung der Hausgemeinschaft,
  • Rechts- und Trägerform,
  • Finanzierung,
  • Verantwortlichkeiten,
  • Zeitplan.

Jedes Projekt kann sich dabei an die örtlichen Bedingungen anpassen.

Die Grundidee bleibt:

Paare ziehen rechtzeitig gemeinsam ein, leben in einer eigenen Wohnung und finden Gemeinschaft und verlässliche Unterstützung vor.

Phase 5 – Die spätere Hausgemeinschaft entsteht

Sobald das Projekt eine realistische Umsetzungsperspektive hat, beginnt die Ansprache möglicher Bewohnerinnen und Bewohner.

Jetzt können Interessierte ein konkretes Projekt kennenlernen:

  • den Standort,
  • die Wohnungen,
  • das Wohnmodell,
  • die Gemeinschaftsstruktur,
  • die vorgesehenen Unterstützungsangebote.

Im gemeinsamen Kennenlernen geht es auch darum:

Passen die Vorstellungen vom Zusammenleben zueinander?

Aus Interessierten entwickelt sich Schritt für Schritt die spätere Hausgemeinschaft.

Phase 6 – Planung und Realisierung

Nun wird das Projekt umgesetzt.

Je nach Standort kann das bedeuten:

  • Neubau,
  • Umbau eines bestehenden Gebäudes,
  • Anpassung vorhandener Wohnungen,
  • Gestaltung der Gemeinschaftsflächen,
  • Aufbau der Unterstützungsangebote,
  • Vereinbarungen mit Pflege- und Kooperationspartnern,
  • Vorbereitung der organisatorischen Struktur.

Gleichzeitig bereitet sich die zukünftige Hausgemeinschaft auf den Einzug vor.

Phase 7 – Gemeinsam ankommen

Mit dem Einzug beginnt ein neuer Abschnitt.

Die Bewohner lernen ihren neuen Alltag, die Nachbarschaft und die Unterstützungsangebote kennen.

Zur Anfangsphase gehören beispielsweise:

  • weiteres Kennenlernen,
  • Entwicklung von Absprachen für den Alltag,
  • Aufbau gemeinschaftlicher Aktivitäten,
  • Verbindung mit örtlichen Unterstützungsangeboten,
  • regelmäßige professionelle Begleitung der Hausgemeinschaft.

Unterstützung kann sich anschließend mit den Bedürfnissen der Bewohner weiterentwickeln.

Für Kommunen und mögliche Partner

Am Anfang steht ein kurzes Gespräch.

Gemeinsam klären wir, ob GemeinsamBleiben grundsätzlich zur Situation vor Ort passen könnte und ob eine Machbarkeitsprüfung sinnvoll ist.

Für Paare und Angehörige

Wenn ein Projekt in die konkrete Entwicklung geht, informieren wir über den Standort und die Möglichkeiten zur Teilnahme.

Wer möchte, kann sich bereits vorher über neue Standorte informieren lassen.